Der Artikel, den Wikipedia nicht mag.

+++ Achtung. Ich biete keine Leistungen mehr rund um die Wikipedia an.
Bitte rufen Sie mich dazu nicht an. Vielen Dank +++

Aufgrund des folgenden Artikels gab es zahlreiche Diskussionen um meine Person und meine Beiträge bei der Wikipedia. Teilweise wurde dabei sehr polemisch argumentiert. Zwei User versuchten, sämtliche Artikel von mir, auch die, die keine Auftragsarbeiten gewesen sind, zu löschen. Drei Artikel wurden jedoch beibehalten. Am 12.02.2013 wurde dann sogar mein Account gesperrt. Als Begründung wird dieser Artikel angegeben, den Sie gerade lesen.

Nun hätte ich in eine längere Diskussion einsteigen können: Ob ein bezahlter Eintrag, der die Relevanzkriterien erfüllt, wirklich der Wikipedia schadet oder ob ein nicht bezahlter Artikel objektiver ist. Ob es gerecht ist, dass die Wikipedia multinationale Konzerne hofiert, in dem jedes Smartphone, jedes Automodell und Computerspiel „relevant“ ist, aber ein führender Mittelständler in einer Nische ohne Lobby eben nicht. Oder ob es sinnvoll ist, dass eine Handvoll Leute über einen Artikel abstimmt, wenn sie selbst schon angeben, dass dieser außerhalb ihrer Kompetenz liegt.

Ich habe mich entschieden, diese Diskussion nicht zu führen. Das muss die Wikipedia für sich klären.

Und das ist der Artikel, den Wikipedia nicht mag:

Neulich wurde ich gebeten, einen Eintrag für das Berliner Großhandelsunternehmen Bergmann & Franz in der Wikipedia zu erstellen, was nicht ganz einfach gewesen ist. Meine Erfahrungen dabei möchte ich kurz schildern, um Ihnen den Weg zu Ihrem Firmeneintrag zu erleichtern.

Ein Eintrag bei Wikipedia stellt für viele Unternehmen immer noch einen Imagegewinn dar. Daneben ist ein Link von Ihrem Eintrag zu der Website Ihres Unternehmens ein wertvoller Backlink. Auch wenn man über den Wert und Anteil am Pagerank (PR) streiten kann, ist Wikipedia eine Quelle mit Autorität, deren Links Google positiv bewertet.

Während Wikipedia einen Site-Pagerank von derzeit 8 besitzt und die Übersichtsseite der Berliner Unternehmen einen PR von 5, kann auch der Eintrag eines einzelnes Unternehmens einen recht hohen Pagerank erben, der jedoch wiederum abhängig ist von Verlinkungen innerhalb der Wikipedia und externen Verlinkungen auf den Eintrag.

Sind wir relevant genug für einen Eintrag bei Wikipedia?

Ob Videogame, Musiker oder Hunderassen für alles gibt es mittlerweile Relevanzkriterien. Werden diese nicht eingehalten, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Eintrag von den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Wikipedia nicht akzeptiert wird. Bei Wirtschaftsunternehmen gilt folgendes:

„Als relevant für einen enzyklopädischen Eintrag gelten Unternehmen, die:

  • mindestens 1000 Vollzeitmitarbeiter haben oder
  • einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro (umrechnen) vorweisen oder
  • mindestens 20 Betriebsstätten im Sinne von Art. 5 OECD-MA DBA besitzen (damit sind eigene Zweigniederlassungen, Produktionsstandorte, Filialen, Ladengeschäfte eingeschlossen, nicht jedoch unabhängige Handelsvertreter oder Vertriebspartner), und dabei mindestens zwei der drei in § 267 Absatz 2 HGB bezeichneten Merkmale überschreiten, oder
  • an einer deutschen Börse im regulierten Markt oder in einem gleichwertigen Börsensegment in anderen Staaten gehandelt werden oder
  • bei einer relevanten Produktgruppe oder Dienstleistung eine marktbeherrschende Stellung oder innovative Vorreiterrolle haben (unabhängige Quelle erforderlich) oder eines dieser Kriterien historisch erfüllten.“

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Relevanzkriterien#Wirtschaftsunternehmen)

Mindestens ein Kriterium muss erfüllt sein, was die meisten Startups, Agenturen und Freiberufler natürlich schon ausschließt (Alternative Möglichkeiten beschreibe ich weiter unten). Für diese zu überprüfenden Kriterien sollte es externe, glaubwürdige Quellen im Netz geben. Besonders subjektiv ist natürlich der letzte Punkt, der einem Unternehmen eine Vorreiterrolle zuspricht.

Denn jedes Unternehmen wird von sich behaupten, wesentliche Impulse in der Branche zu setzen. Aber behaupten das auch andere von Ihnen? Gibt es unabhängige Presseartikel, die das bestätigen? Wenn ja, können Sie auch als kleines Unternehmen einen Versuch wagen, einen Eintrag für sich zu erstellen. Update: In der letzten Zeit bekam ich aufgrund dieses Artikels zahlreiche Anfragen, Firmen bei der Wikipedia anzulegen. Den überwiegenden Teil musste ich im Vorfeld ablehnen. Der Grund: Die oben genannten Kriterien wurden nicht erfüllt. Viele Unternehmen halten sich für Vorreiter innerhalb ihrer Branche und vielleicht sind sie es auch. Aber wenn man genauer hinschaut, gibt es dann keine objektiven Stellen (Presse oder andere), die das belegen. Ohne diese externen Referenzen wird ein Eintrag meistens abgelehnt.

[Update: Ich nehme keine weiteren Aufträge in diesem Bereich an.]

Und wie kommen wir in die Wikipedia hinein?

Ein Eintrag erfordert eine gewisse Planung, ansonsten kann es passieren, dass man sich viel mit den Diskussionen rund um den Eintrag beschäftigen muss.

  1. Legen Sie einen Account bei Wikipedia an
  2. Orientieren Sie sich an vergleichbaren Artikeln anderer Unternehmen
  3. Formulieren Sie Ihren Artikel innerhalb Ihres Accounts möglichst ohne Superlative und unbewiesene Behauptungen.
  4. Beschäftigen Sie sich mit den Formatierungen und dem Wiki-Syntax
  5. Sammeln Sie Belege zu Behauptungen Ihres Artikels, die Sie als Fußnoten verwenden
  6. Kontrollieren Sie Struktur, Rechtschreibung und Verlinkung Ihres Beitrags
  7. Verschieben Sie den Beitrag in den öffentlichen Bereich

(Das Vorgehen wird hier im Detail beschrieben: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Neuen_Artikel_anlegen )

Damit ist ihr Beitrag öffentlich sichtbar in der Wikipedia.  Meist dauert es nur wenige Stunden bis sich zahlreiche Mitarbeiter in den Diskussionen zu Ihrem Beitrag äußern – und das häufig negativ. Der Ton ist oft recht derb! Aber lassen Sie sich nicht verunsichern: Warten Sie ab und reagieren Sie sachlich und gelassen.

Wenn innerhalb der Diskussion ein sogenannter Löschantrag gestellt wird, können Sie dagegen argumentieren und hoffen, so die Community zu überzeugen. Kommt der Antrag durch, ist Ihr Eintrag abgelehnt. Wurde der Löschantrag abgelehnt (doppelte Verneinung) sind Sie drin! So geschah es auch beim Anlegen des Eintrags von Bergmann & Franz: Binnen weniger Stunden gab es viele Diskussionsbeiträge, die eine Löschung forderten. Einer der Wikipedia-Mitarbeiter argumentierte jedoch sachlich dagegen und sah zumindest zwei Kriterien erfüllt. Damit war der Eintrag angenommen. [Update: Es gab eine erneute Löschdiskussion. Der Beitrag wurde aber behalten.]

Hinweis: Bedenken Sie, dass Ihr Eintrag auch von anderen fort geschrieben werden kann. Jede öffentliche Kritik an Ihrer Firma so zum Beispiel zu Herstellungsmethoden oder Produktqualität könnte also bei der Wikipedia auf ewig dokumentiert werden. Eine derartige (berechtigte) Kritik wiederum zu Löschen ist so gut wie unmöglich.

Alternativen und Trostpreise

Aber was tun, wenn Sie die Relevanzkriterien nicht erfüllen und trotzdem in der Wikipedia erscheinen möchten?  Denken Sie darüber nach, ob Sie einen einzigartigen Service oder hervorragenden Grundlagenartikel im Web anbieten. Diesen können Sie dann als im Bereich Weblinks unter einem thematisch passenden Eintrag hinzufügen.

Darüber hinaus gibt es noch andere Unternehmensverzeichnisse auf Wiki-Basis, die einen kostenlosen Eintrag ohne strenge Aufnahmekriterien bieten: So etwa das Unternehmenswiki und Lepios. (derzeit offline) Einen großen Imagegewinn oder exzellenten Backlink kann man hier jedoch nicht erwarten.

Ein Wort zum Schluß

Ein Wikipedia-Eintrag ist weniger relevant als Sie vielleicht denken. Wenn Sie wirklich etwas Effektives für Ihr Business machen wollen, dann kümmern Sie sich zuerst um Ihre eigene Website. Versuchen Sie Ihre Position bei  Google durch sog. Onpage-SEO (Optimierung auf der Website) zu verbessern.

Die meisten meiner Kunden, die meine SEO-Leistung in Anspruch genommen haben, konnten Ihre Zugriffe um 30%-50% steigern, einige sogar verdoppeln. Das ist eine Investition, die sich lohnt und nachhaltig ist. Interesse? Hier finden Sie mein Angebot zur SEO-Optimierung oder rufen Sie mich einfach an:

Ihr Marketingberater: Enno E. Peter
Tel. +49 (0)30 47 37 86 42
Email: peter@kairos-berlin.de

PS: „Nichts ist so treu wie ein Problem“, sage ich immer. Deshalb rufen Sie mich doch gleich an.

 

(C) Enno E. Peter
Foto von Fotolia

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