Besser als SEO: Vertrauen fördern auf der Website

Startseite>Besser als SEO: Vertrauen fördern auf der Website

Besser als SEO: Vertrauen fördern auf der Website

Wie Sie Zweifel Ihrer potentiellen Kunden ausräumen können

Wenn wir einem Menschen gegenüber sitzen, haben wir nach wenigen Minuten einen Eindruck von diesem. Wir vertrauen ihm oder nicht. Der erste positive Eindruck mag trüben, ist aber die Grundlage vieler Geschäftsbeziehungen. „Vertrauen ist der Anfang von allem“ titelte – ausgerechnet – eine deutsche Bank. Das klingt nach Binsenweisheit, aber stimmt.

Ein Fokus meiner Arbeit ist ja die eher technisch orientierte SEO-Analyse von Websites. Was mir dabei immer wieder auffällt, ist dass es viele Unternehmen den Nutzern Ihrer Website wenig entgegen kommen, um Vertrauen aufzubauen und Zweifel auszuräumen.

 Aber wie schaffen wir es in den wenigen Sekunden, die ein neuer Nutzer auf unserer Website zubringt, Vertrauen aufzubauen? Hier meine Tipps, die sicherlich dazu führen, dass Sie von Kunden nach einem Besuch Ihrer Website häufiger angesprochen werden. 

Professionelle Fotos

Fotos der Mitarbeiter stellen für viele Firmen die größte Hürde dar. Sei es aus Angst im Netz gefunden zu werden, mangelndem Foto-Know-how oder purer Bescheidenheit. Selten findet man gute Fotos auf Websites. Das liegt natürlich auch daran, dass eigene Fotos häufig mit den hochglanzpolierten Stockfotos verglichen werden. Und da man dabei den Kürzeren zieht, greift man gleich zum Agenturbild.

Doch wir alle sind ja geschulte Konsumenten und wissen sofort, dass ein Agenturbild kein reales Foto ist. Glauben Sie mir, ein mittelmäßiger Schnappschuss flößt mehr Vertrauen ein als ein Model am Telefon. Mein Rat: Engagieren Sie eine FotografIn und sprechen Sie ab, was für Bilder sie wofür verwenden wollen (Mein Tipp für Portraits ist Headshot-Fotograf Chris Marxen).

Inszenieren Sie sich authentisch! Wenn ich einen Fachmann für Sanitär beauftrage, möchte ich den nicht im Anzug sehen (aber auch nicht im verdreckten Overall). Wenigstens die Geschäftsleitung sollte abgelichtet werden, ein Team-Foto wäre toll, zeigen Sie auch Ihre Räumlichkeiten oder Ihre Ressourcen & Maschinen. Ein echtes Foto auf Ihrer Kontaktseite baut Hemmungen, die Nummer anzurufen deutlich ab!

Transparenz

Undurchsichtige Angebote schrecken uns ab, deshalb versuche ich auf meiner Website mich möglichst transparent darzustellen. Sie erfahren wer ich bin, was ich kann, für wen ich arbeite und mit wem. Das baut eine ganze Menge Hürden ab und erleichtert immer wieder den Einstieg in die Zusammenarbeit.

Das möchte ich Ihnen ebenfalls empfehlen: Stellen Sie sich in allen Bereichen transparent dar, in denen Sie nicht die Diskretion Ihrer Kunden verletzen oder sich einen Wettbewerbsnachteil „erkaufen“ müssten. Beschreiben Sie die Geschichte Ihres Unternehmens. Wie kamen Sie auf die Idee es zu gründen, was waren die Meilensteine Ihrer Entwicklung? Wie viele Mitarbeiter haben Sie? Wie viele Kunden? Was können Sie am besten? Worauf legen Sie Wert?

Haben Sie feste Preise? Nennen Sie die vorab. Wer dann bei Ihnen anruft, ist wirklich interessiert, wer nicht mehr anruft, ist nie Ihr Kunde gewesen.

Je mehr Sie von sich zeigen, desto eher werden Sie die Kunden anziehen, die zu Ihnen passen.

Aktualität

Einige Unternehmen lassen Ihre Website über die Jahre immer mehr zur ungeliebten Büropflanze verkümmern. Nach der anfänglichen Euphorie fristet sie ein tristes Dasein in der Ecke. Und das sieht man dann auch. Ist Ihre Website noch aktuell in Bezug auf Design und Technologien? Es reicht nicht, wenn Ihre Mitarbeiter & Freunde das meinen. Fragen Sie Ihre Kunden & Partner! Vergleichen Sie sich mit dem Wettbewerb. In ein Restaurant mit wackeligen Stühlen und bröckelndem Farbanstrich würden Sie auch nicht gehen.

Pflegen Sie Inhalte! Aktualisieren und optimieren Sie Ihre Website beständig. Erweitern Sie Inhalte. Schreiben Sie typische Fragestellungen Ihrer Kunden auf und beantworten Sie diese im Vorfeld. Das weist Sie als Experten aus, dessen Rat man vertrauen kann. Engagieren Sie sich ehrenamtlich? Unterstützen Sie einen Verein? Stellen Sie auf einer Messe aus? Wird über Sie in der Presse berichtet? Schreiben Sie in Ihrem Blog darüber.

Marken schaffen Vertrauen

Eine Marke ist letztendlich nichts anderes als ein Versprechen. Kaufe ich eine neue Hautcreme von Nivea, dann vertraue ich darauf, dass das Unternehmen mit all seiner Historie, seinem Ruf und seiner Know-how etwas geschaffen hat, das gut für mich ist. Nun sind Mittelständler und insbesondere kleine Unternehmen häufig keine Marken, selbst in Ihrer Marktnische nicht. Was tun?

Wir schmücken uns mit anderen Marken. Marken haben den verblüffenden Effekt, dass ihre Reputation abfärbt. Gibt es also renommierte Zulieferer, Partner oder Kunden, mit denen Sie arbeiten? Nennen Sie diese. Noch besser: Verwenden Sie die Logos der Unternehmen. Aber fragen Sie vorher um Erlaubnis.

Zugehörigkeiten zu Netzwerken

Die Freunde meiner Freunde sind mir prinzipiell erst einmal näher als andere. Deshalb lohnt es sich in Netzwerken online und in der realen Welt aktiv zu sein. Sind Sie Mitglied in einer Organisation, einem Verband, einem Verein? Haben Sie dort Zertifizierungen erworben oder Weiterbildungen absolviert? Zeigen Sie es.

So bauen Sie mögliche Brücken zwischen Ihnen und den Neukunden. Selbst ein Link auf Ihr Xing-Profil oder Ihren LinkedIn Eintrag, kann bewirken, dass der Besucher Ihrer Website Ihnen einen Vertrauensbonus gibt, weil er in Ihrem Netzwerk Bekannte und Geschäftspartner entdeckt.

Die Königsklasse: Empfehlungen und Testimonials

Ärzte, Auto-Werkstätten, Finanzberater, ja sogar Friseure: Sie alle bieten Dienstleistungen an, die ein Kunde vorab nicht wirklich beurteilen kann. Also muss der Kunde dem Dienstleister vertrauen. Der stärkste Vertrauensbonus, den ein Unternehmen erhalten kann, ist die Weiterempfehlung. Damit fallen meist sämtliche Vorbehalte weg.

Als Unternehmen können Sie das auf Ihrer Website nutzen: Fragen Sie Ihre besten und zufriedensten Kunden, ob Sie nicht einen Zweizeiler zu Ihrer Firma schreiben können. Wenn Sie diese so genannten Testimonials dann noch mit Namen, Funktion und Unternehmenszugehörigkeit Ihrer Kunden veröffentlichen dürfen, haben Sie schon gewonnen. Aber hüten Sie sich davor, solche Testimonials selbst zu verfassen. „Sandy H. aus B.“ ist einfach keine gute Referenz.

Fazit: Checkliste für vertrauensfördernde Maßnahmen

In Vertrauen zu investieren lohnt sich – auch auf der Website. Prüfen Sie doch einfach mal Ihre Website anhand dieser Checkliste:

  • Sichtbarkeit in Netzwerken (Xing, Linkedin)
  • Professionelle Fotos
  • Empfehlungen & Testimonials von Dritten
  • Aussagekräftige Referenzen
  • Transparente Preisstruktur
  • Siegel oder Zertifizierung von Unternehmen
  • Zugehörigkeit zu anderen Organisationen
  • Unternehmensgröße & -historie
  • Seriöse bekannte Partner & Zulieferer
  • Aktuelle Inhalte auf Seiten und im Blog
  • Fragen und Antworten zur Zusammenarbeit mit dem Kunden
  • Presseberichte in bekannten Medien

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (3 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

 

 

 

 

 

 

2017-03-13T10:48:07+00:00 19. August 2015|Artikel|1 Comment

About the Author:

Freiberuflicher Marketingberater aus Berlin. Seit 2005 berate ich kleine und große mittelständische Unternehmen bei der Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen und dem Aufbau ihrer unverwechselbaren Identität. Als Marketing-Coach oder Marketingberater unterstütze ich Sie durch die Entwicklung und Umsetzung Ihres individuellen Marketings. Meine Schwerpunkte sind Entwicklung von Marketingstrategien, Aufbau und Konzeption von Websites, Optimierung bestehender Websites durch Onpage-SEO.

Ein Kommentar

  1. […] geschrieben? Verfolgen Sie über Google Analytics, ob Ihre Texte auch gelesen werden? Baut Ihre Website Vertrauen auf? Haben Sie die Websites der stärksten Wettbewerber analysiert? Verwenden Sie die richtigen […]

Hinterlassen Sie einen Kommentar